Tracking-Erlebnisse

Hey,
heute möchte ich Euch von sehr eindrücklichen Erlebnissen mit unseren neuen Fitnesstrackern berichteten, da einige Erkenntnisse wirklich spannend, ja teils erschrecken waren.

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Aber ich fange am besten ganz von vorne an:
Vor kurzem haben wir uns mit einem befreundeten Pärchen zum Essen getroffen. Dabei plaudert man natürlich über alles Mögliche. Irgendwann kam die Sprache auf ihre etwas ungewöhnlich wirkende Armbanduhr. Sie erzählte uns, dass es gar keine Uhr sondern der Fitnesstracker „Charge HR“ der Firma Fitbit ist. Mit großem Interesse wollten wir mehr wissen, da uns bis dahin das Thema Fitnesstracker vollkommen fremd war. Wir erfuhren, dass der „Charge HR“ nicht nur Schritte und Etagen zählt, sondern auch über eine kontinuierliche optische Pulsmessung den Kalorienverbrauch über den Tag berechnet oder zumindest abschätzt. Über die Fitbit App bzw. ein Dashboard im Internet kann man alle Daten und Verläufe ansehen. Mit der App kann man außerdem alle Mahlzeiten und die Trinkmenge über den Tag erfassen. Dabei wird man von einer großen Lebensmitteldatenbank unterstützt, die zu allen eingegebenen Zutaten die Brenn- und Nährwerte liefert. Am Ende des Tages hat man dann eine eine Kalorienbilanz, die zumindest grob darüber Auskunft gibt, wie viel zu viel oder zu wenig man gegessen/verbrauch hat.
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Für uns klang das nach einem interessanten und spannenden neuen Projekt. So haben wir uns kurze Zeit später entschieden uns zwei dieser Tracker zu besorgen und entgegen all unserer Vorsätze doch spaßenshalber mal Kalorien zu zählen.
Und weil wir gerade dabei waren haben wir uns ein paar Tage später noch die W-Lan Waage „Fitbit Aria“ zugelegt, die neben dem Gewicht eine Körperfettmessung durchführt und ebenfalls in die Fitbit-App eingebunden werden kann.
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Ein „guter“ Beispieltag sah bei uns dann in etwa so aus:
Zum Frühstück gab es ein Müsli mit Magerquark, Milch, Haferflocken, Chia-Samen, ein paar Nüssen, Apfel und Banane mit etwa 480kcal.
Zum Mittag haben wir uns Omelette aus drei Eiern mit Schinken und Champignons auf die Arbeit mitgenommen und aufgewärmt (etwa 400kcal). Zum Abendessen gab es schließlich eine Portion unseres leckeren Chili con Carne, das super satt macht aber auch nur mit 600kcal zu Buche schlägt.Ein Stück Kuchen, dass ich noch auf der Arbeit genascht habe, habe ich auf etwa 300kcal geschätzt. Alles in allem habe ich an diesem Tag also etwa 1780kcal zu mir genommen. Auf der Verbrauchsseite ist die Stationsarbeit mit Bewegung verbunden. Ständig ist man auf den Fluren unterwegs. Da ich mittlerweile fast vollkommen auf die Nutzung des Aufzug verzichte kommen an diesem Tag noch 32 gelaufene Stockwerke hinzu. Wir versuchen zudem wann immer möglich alle Wege zu Fuß zu erledigen. Mit Tanzkurs aber ohne harten Workout komme ich an diesem Tag grob gerundet auf insgesamt etwa 3200kcal Verbrauch. Zieht man an diesem Abend Bilanz so habe ich etwa 1400kcal mehr Energie verbraucht als ich zu mir genommen habe. Grob überschlagen entspricht das einem Gewichtsverlust von 200g!!! Zugegeben: Das war bewegungs- und ernährungsntechnisch sicher einer der besseren Tage. In der Regel schaffen wir es aber ohne große Anstrengung etwa 500kcal am Tag einzusparen.

 Beispiel für einen „guten“ Tag:

  • Frühstück (480kcal): Magerquark, Milch, Haferflocken, Chia-Samen, Nüsse, Apfel und Banane
  • Mittagessen (400kcal): Omelette aus drei Eiern, Schinken, Champignons Nachmittag (300kcal): Ein Stück Kuchen auf der Arbeit
  • Abendessen: (600kcal): Chili con Carne
  • Summe Aufnahme: 1780kcal
  • Summe Verbrauch: 3200kcal
  • Energiebilanz: -1400kcal
Das krasse Gegenbeispiel haben wir vor wenigen Tagen auf einer Fortbildung erlebt. Dabei hatten wir uns vorgenommen uns nicht zu sehr einzuschränken und weniger auf „konformes“ Essen zu achten.
Wir starten also ganz unbedacht mit einem typischen Hotelfrühstück: Es gab ein Vollkornbrötchen mit Butter, Frischkäse, Käseaufschnitt und Blutwurst, dazu noch etwas Caprese, eine heiße Schokolade und eine schöne Ecke Brie-Käse. Natürlich durfte auch das Frühstücksei nicht fehlen.
Beim Eingeben dieses Frühstückes, dass jetzt nicht soooooooo sättigend war bin ich fast vom Stuhl gefallen: Alles in Allem summierte sich bereits das Frühstück auf knapp 1300kcal!
Auf der Fortbildung haben wir dann fast nur an unseren Tischen gesessen. Bewegung war auch in der vormittäglichen Kafeepause eigentlich kaum möglich.
Zum Mittag gab es dann Putengeschnetzeltes in Sahnesoße mit glasierten Kartotten und Penne, einen Beilagensalat und ein kleines Dessert im Glas. Ratzfatz hat man hier weitere knapp 900kcal verspeist. Nach weiteren Stunden sitzender Arbeit gab es bei Kaffee und Kochen noch weitere etwa 500kcal.
Der verstohlene Blick auf den Tracker am Ende des Weiterbildungstages versetzte mit den nächsten Schreck: Gerade mal klägliche 1600kcal sollte ich bis jetzt verbrannt haben, während ich bereits gute 2700kcal aufgenommen hatte.
Auf der Suche nach einem schönen Abendessen wurden wir auf einen urigen Burgerladen aufmerksam. Der (zum Glück) jedoch brechend voll war. Wir reservierten also Plätze, die in zwei Stunden frei werden sollten und beschlossen und noch ein wenig durch die Stadt zu bewegen. So schafften wir es dann doch noch mit einem Verbrauch  von knapp 2700kcal aus dem Tag zu gehen.
Abends gab es dann einen leckeren Burger, dazu Pommes mit Chili con Carne und Käse überbacken. Getrunken haben wir dazu natürlich zwei hausgemachte Limonaden. Auch hier waren es alles in allem etwa sehr leckere 1400kcal.

Bei einem Verbrauch von 2700kcal hatten wir an diesem Tag fast 4100kcal aufgenommen! Das ist ein Überschuss von 1400kcal und entspricht etwa einer Gewichtszunahme von 200g! Würde man jeden Tag so viel Essen und sich so wenig bewegen (und wir haben uns am Abend noch viel bewegt) würde man jede Woche ein Kilo zunehmen.

Beispiel für einen „schlechten“ Tag:

  • Frühstück (1300kcal): Vollkornbrötchen, Butter, Frischkäse, Käseaufschnitt, Blutwurst, Caprese, heiße Schokolade, Ecke Brie-Käse, Frühstücksei
  • Mittagessen (900kcal): Putengeschnetzeltes in Sahnesoße, glasierte Kartotten, Penne, Beilagensalat, kleines Dessert
  • Abendessen: (1400kcal): Burger, Pommes mit Chili con Carne und Käse überbacken, hausgemachte Limonaden
  • Summe Aufnahme: 4100kcal
  • Summe Verbrauch: 2700kcal
  • Energiebilanz: 1400kcal
Sehr eindrücklich war für uns ebenfalls ein abendlicher Kinobesuch. Teilt man sich zu zweit ein Jumbo-Popcorn und 1,5l Cola hat man im Handumdrehen über 1000kcal mehr auf seiner Bilanz.

Kinobesuch

  • 750ml Cola: 315kcal (Hälfte eines 1,5l Bechers)
  • 145g Popcorn: 757kcal (Hälfte einer Jumbo-Portion)
  • Summe: 1072kcal
Rückblicken müssen wir bei allem Kalorienzählen jedoch eins sagen: Wir bereuen nichts! Es war ein wunderbarer Tag mit sehr leckerem Essen. Es spricht auch nichts dagegen ab und zu nach Herzenslust zu schlemmen und mal richtig faul zu sein.
Wichtig ist jedoch, dass die Bilanz im Großen und Ganzen, langfristig betrachtet stimmt.
Der Vergleich dieser beiden Tage war für uns sehr interessant und hat uns einmal mehr gezeigt, wie stark sich die Bewegung und die Auswahl des eigenen Essens auf die Energiebilanz des Körpers auswirken.
Wir haben übrigens an den folgenden Tagen z.B. beim Frühstück etwas besser ausgewählt und damit die Kalorienaufnahme fast halbiert. Auch gegen eine Einkehr mit heißer Schokolade und Kuchen hat für uns absolut nichts gesprochen. Allerdings haben wir dafür auf ein Mittagessen verzichtet. – Bewusst gehungert haben wir dabei übrigens nie!
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Unser Fazit:
  • Es lohnt sich sein Essen überlegt auszuwählen und Lebensmittel mit niedriger Energiedichte und hohem Eiweißanteil zu bevorzugen.
  • Es spricht nicht dagegen eine Mahlzeit ausfallen zu lassen oder zu verschieben.
  • Flüssige Kalorien schlagen oft gewaltig zu Buche und sind leicht zu vermeiden.
  • Jeder Schritt zählt, denn wer sich mehr bewegt darf auch mehr essen.
  • Sündigen ist erlaubt, wenn die Gesamtbilanz stimmt.

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